Vieles hat verändert, seit wir im Sommer 2020 beschlossen haben, unser Netzwerk in einen

eigetrageneren Verein zu überführen. Wir wurden dafür aus verschiedenen Richtungen angegriffen.

Manche Missverständnisse konnten geklärt werden. Andere Ablehnungen mussten wir einfach

hinnehmen. Aber wir haben uns gleich in die Arb mit gestürzt und ein großes Projekt bei der 

Partnerschaft für Demokratie beim Landkreis Teltow-Fläming beantragt. Auch das war keineswegs

einfach. Aber am Ende hat es geklappt. 

 

Wir haben 20.000 Euro erhalten und eine Kommission aus engagierten Einwohner*innen Zossens

gegründet. Mitte August haben wir einen Wettbewerbsaufruf gestartet und alle Zossener Vereine,

Initiativen und Einwohner*innen aufgerufen, sich mit Projekten unter unserem Motto "Für ein

l(i)ebenswertes Zossen" für ein besseres, freundlicheres, höflicheres, schöneres Miteinander in

unserer Stadt zu bewerben. Zunächst war die Wettbewerbsphase eine Zitterpartie. Anstelle sich

um Projektgelder zu bewerben, mussten wir in die Zossener Ortsteile und Vereinslandschaft ziehen

und um die Beteiligung an unserem Vorhaben werben. Wir dachten, es ist ganz schön schwer, Geld

für gute zwecke an die Frau oder den mann bringen zu wollen. Eine Woche später begannen wir unruhig

zu werden. Es gab nur sehr wenige Bewerbungen. Aber am Ende der Ausschreibungsphase hatte sich

das Bild gewandelt.

 

Zu unserer Überraschung und Erleichterung haben sich 21 Gruppen und Einzelpersonen Zossens und

Ortsteile um unser ausgelobtes Angebot von 1500 Euro maximal für Miniprojekte beworben. Die

Kommission stürzte sich in die Arbeit, alas die Projektanträge, bewertete sie, diskutierte über sie

und wählte schließlich 17 Projekte aus, die seit Mitte September mit der Umsetzung ihrer Projekte

begonnen haben.

 

Inzwischen sind es nur noch 15 Projekte, da 2 aufgrund der Pandemie oder der Bedingungen in

ihrem Umfeld ihre Anträge zurückgezogen haben. Aber diese Projekte haben seitdem große

Fortschritte gemacht. Einige sind schon abgeschlossen. Andere sind mitten in der Arbeit. Ein

kleinerer Teil muss wegen der vorgeschriebenen Einschränkungen aufgrund der Pandemie

deutlich langsamer Vorgehen als geplant. Der Verein, die Kommissionsmitglieder und die

Projektleiter*innen arbeiten eng zusammen, um für jeden Fall angemessene Lösungen zu

finden. Es ist nicht immer einfach. Aber viele spontane Ideen helfen uns über die Schwierigkeiten.

 

Vorstellungen einzelner Projekte finden sich auf hallo-zossen.de unter Projekte.

 

Aufgrund der Gelder, die durch den Ausfall der zwei Projekte uns nun noch zur Verfügung stehen,

hat unser verein nach Beratungen beschlossen, ein eigenes Mikroprojekt zu finanzieren. Damit

unterstützen wir die Weihnachtsaktion der Facebookgruppe Coronahilfe Zossen – wir rücke

zusammen "Gemeinsam statt einsam. Basteln für Zossener Senior*innen in der Weihnachtszeit".

auch die Stadt hat sich diesem schönen Projekt, unsere älteren Menschen in den schwierigen Zeiten

der Pandemie nicht allein zu lassen, mit Unterstützung angeschlossen. Unser Dank geht an alle, die

sich bereits aktiv an diesem Projekt beteiligen – Familien, KITAs und Senior*innen im betreuten

Wohnen. Auch hierzu finden sich Informationen auf hallo-zossen.de. Viel Spass beim Anschauen!

 

Von den 21 eingereichten Projekten wurden die folgenden 17 von der Kommission engagierter Bürger*innen Zossens als Wettbewerbssieger ausgewählt:
  1. Nähen in der Pandemie, Ute Reglin, Waldesruh (Wünsdorf)
  2. Kein Müll in unserem Wald!, Hindola Kirsten, Rana Brentjes, Zossen
  3. Verkehrsgarten, Förderverein Bummi e.V., Sandra Lutze, Zossen
  4. Neu Denken - Verantwortungsbewußt Handeln, Heimatverein Kallinchen, Reinhard Schulz, Kallinchen
  5. überdachte Wandrbank, Tourismusstammtisch, Marlies Konzack, Wünsdorf
  6. Bilderbuchkino, Förderverein Goethe Schule, in Zusammenarbeit mit der Bibliothek Zossen, Arite Schlegel, Zossen
  7. Gewaltfreie Kommunikation, Max Reimann, Zossen
  8. Gemeinsam Nächst Neuendorf beleuchten, Frauenverein NN, Manuela Ernst, NN
  9. Kinder und Schüler in die Kommunalpolitik, Leah Skorniakow, Waldesruh (Wünsdorf)
  10. Bücherzelle in Zesch am See, Verein Mühlenfließ e.V., Sebastian Klär, Lindenbrück, Zesch am See, Funkenmühle
  11. Energiewende Nunsdorf, Ortsbeirat Nunsdorf, Frank Schmidt, Nunsdorf
  12. Gemeinsam statt einsam!, Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Horstfelde, Jenny Rabe, Horstfelde
  13. Wassermessung im Wünsdorf See, Comenius Schule, Alexander Stintzing, Wünsdorf
  14. Kochen mit Kindern, Gabriele Allgäuer, Nunsdorf
  15. Lernort Wald, Kindergarten Schöneiche, Kathrin Tschernagk, Schöneiche
  16. Baumschmücken am 1. Advent mit Lichterzug, Karnevalsverein Schöneiche, Sandy Heide, Schöneiche
  17. Lesefreunde Schöneiche, Antonia Gonschorek, Schöneiche

2 Projektleiter*innen konnten leider an der Dokumentenausgabe nicht teilnehmen.

 

 
Am 1. 10. 2020 eröffneten der Verein Demokratie und Menschlichkeit e.V., die Auswahlkommission und die Zossener Bürgermeisterin die Arbeit der ausgewählten Projekte, die im Wettbewerb "Für ein l(i)lebenswertes Zossen" eingereicht worden sind.
Die erstmalig in dieser Größe durchgeführte ehrenamtliche Unterstützung Zossener Bürger*innen, Initiativen und Vereine war in ihrer ersten Phase der Beantragung und Auswahl ein beeindruckender Erfolg. Insgesamt haben sich 21 einzelne Einwohner*innen und Gruppen um die von der Partnerschaft für Demokratie des Landkreises Teltow-Fläming im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben" zur Verfügung gestellten Mittel beworben. Die Kommission aus engagierten Bürger*innen Zossens hat unabhängig vom Verein Demokratie und Menschlichkeit 17 dieser Projekte ausgewählt. Allen neun Mitgliedern dieser Kommission danken sowohl der Verein Demokratie und Menschlichkeit e.V. als auch alle Projektleiter*innen ganz herzlich für ihre intensive Beratungen und verantwortungsbewußten Entscheidungen!
In der Veranstaltung am 1. 10. 2020 im Obergeschoss des Hauses Kirchplatz 7 hat sich nach der Rede der stellvertretenden Kommissionsvorsitzend Christin Deja und dem Grußwort der Bürgermeisterin Wiebke Schwarzweller jedes einzelne Projekt kurz vorgestellt. So wissen nun alle Gewinner*innen des Wettbewerbs wer in Zossen und Ortsteilen (Schöneiche, Wünsdorf, Lindenbrück, Horstfelde, Nunsdorf, Kallinchen, Nächst Neuendorf) welche Aktivitäten wann durchführen. Wechselseitige Einladungen zu Laternenumzügen, Weihnachtsbaumschmucken, von Kindern gekochten gesunden Speisen oder dem Aufbau von Leihbibliothek in ehemaligen Telefonzellen wurden sofort ausgesprochen. Der Nähkurs hat bereits 10 Anmeldungen und eines der Wald-Müll-Projekte mit Kindergartenkindern unternahm gleich am Tag nach der Eröffnung seinen ersten Besuch bei Förstern und im Wald. Im Anschluss an die lebhaften und informativen Projektvorstellungen gab es ein leckeres, von Christiane Witt und Robert Schulz zubereitetes Büfett.
Eine kurze Übersicht über die einzelnen Projekte gibt es im nächsten Beitrag. Bis Februar 2021, dem Ende dieser Aktion "Für ein l(i)lebenswertes Zossen", werden sich alle Projekte mit ihren Aktionen hier, auf der Webseite der Stadt und mit anderen Formen der Öffentlichkeitsarbeit den Zossener Einwohner*innen vorstellen.
Die Fotos von der Veranstaltung wurden von Sandra Ritschel geschossen. Bei jedweder Veröffentlichung eines dieser Bilder muss ihr Name als Fotografin genannt werden.
 

Die Seniorenprojektgruppe "Kultur und Mobilität im Wohnumfeld" hat am 18. Juli 2020 in Horstfelde von 15:30 Uhr bis 17:00 eine Gesprächsrunde mit Bürger*innen und der Bürgermeisterin Frau Wiebke Schwarzweller mit Kaffee und Kuchen und Musik organisiert. Das zielwar, die Anliegen und Wünsche von Horstfelder Einwohner*innen kennenzulernen und uns über mögliche Projektideen in den Bereichen von Kultur und Mobilität für Senior*innen auszutauschen. Das Projekt wird von Fapiq (Fachstelle für Ätern und Pflege im Quartier) mit 1500 Euro gefördert. Der Verein "Vereinen" betreut das Projekt dankenswerter Weise in seinem finanziellen Bereich. Der Verein i. G. Demokratie und Menschlichkeit unterstützt die Projektgruppe in der Sacharbeit. 

 

Die Veranstaltung war mit etwa 40 Teilnehmer*innen gut besucht. Die Gespräche waren lebhaft und vielfältig. Die von Mitgliedern der Projektgruppe mit großem Engagement gebackenen Kuchen waren köstlich. Alles in allem: ein gelungener Start.

 

Die nächste Gesprächsrunde findet am 12. August 2020 in Schöneiche hinter der Feuerweht von 15:00 bis 18:00 Uhr statt.

 

 

Am 9. Juli 2020 haben acht Zossener*innen das Netzwerk Demokratie und Menschlichkeit beschlossen, das bisherige Netzwerk in den Status eines Vereines zu überführen. Für diesen Schritt gibt es vier Gründe: 

1. die Aufgaben im Bereich unserer fünfjährigen Arbeit, der Integration von Geflüchteten, sind in Zossen kleiner geworden;

2. durch die erheblichen Widerstände des Lagers der am 1. September 2019 abgewählten Bürgermeisterin Frau Michaela Schreiber gegen einen demokratischen Neuanfag in Zossen und seinen Ortsteilen sehen wir erheblichen Handlungsbedarf im Bereich der Förderung demokratischer Verhaltensweisen in der städtischen Politik;

3. durch die gesundheitliche Krise infolge von COVID-19 haben einige Netzwerkmiglieder ihre vorrangige Verpflichtung darin gesehen, sich in der Hilfe für Senior*innen, Menschen in Quarantäne, Kinder und Familien in schwierigen Bedingungen zu engagieren;

4. um in der Stadt soziale, kulturelle und andere benötigte Projekte durchführen zu können, müssen Fördergelder eingeworben werden; das ist jedoch in der Regel nur dann möglich, wenn sich ein Verein um Fördergelder bewirbt.

 

Die Gründungmitglieder waren: Christiane Witt; Sylvia Rischer; Ute Reglin; Ingrid und Lutz Jurziczek; Ute Donath; Sonja Brentjes; Rana Brentjes.

Folgende Vorstandsmitglieder wurden gewählt: 

1. Vorstand Sylvia Rischer

2. Vorstand Sonja Brentjes

Schatzmeisterin Rana Brentjes.

 

Laut Satzung stellt sich der Verein in Gründung die folgenden Aufgaben:

1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnutzige Zwecke im

Sinne des Abschnitts ,,Steuerbegunstigte Zwecke" der Abgabenordnung (AO).

2. Der Verein verfolgt folgenden Zweck im Sinne des§ 52 Absatz AO:

Forderung zivilgesellschaftlicher Aktivitaten auf kommunaler Ebene, Projekte zu

Bildung, Kultur und soziale Aufgaben

3. Der Satzungszweck wird insbesondere durch folgende Tatigkeiten verwirklicht:

- Erwerb von Fördermitteln zur Durchfuhrung zivilgesellschaftlicher Projekte

- Ausschreibung von Projektplanung fur kommunale zivilgesellschaftliche Arbeit

- Durchführung sozialer Projekte

- Durchführung kultureller und sportlicher Veranstaltungen

- Förderung von Aktivitäten in der politischen Bildung, vor allem in Zusammenarbeit mit Schulen, dem städtischen Parlament und politischen Stiftungen.

 

Als erste Aktivität haben die Gründungsmitglieder am 9. Juli 2020 einen Antrag an die Partnerschaften für Demokratie beim Kreis Teltow-Fläming zur Durchführung von Mikroprojekten in Zossen und Ortsteilen im Rahmen des Bundesprogramm "Demokratie leben" verabschiedet.

Eigentlich wollten wir ja neue Ausstellungen machen. Daran haben wir im Herbst 2019 und Winter 2020 gearbeitet. Eine Ausstellung mit einer iranischen Malerin sollte am 1. April 2020 im Kreishaus in Luckenwalde eröffnet werden. Fast alles war schon vorbereitet. Dann kam Corona und wir mußten unsere Arbeit einstellen. Christiane Witt und ich sind in die von Frau Sylvia Rischer, einem Mitglied des Netzwerkes, gegründete Facebookgruppe Coronahilfe Zossen - wir rücken zusammen eingetreten und haben uns dort in der Hilfe für Zossener Bürger*innen engagiert.

 

Vier schöne Aktionen der Coronahilfe Zossen

waren das Nähen von Gesichtsmasken, die Anfertigung von Ostergeschenken für die Senior*innen in den Pflegeheimen unserer Stadt, das Anlegen von bunt bemalten Steinschlangen durch Kinder und Eltern in verschiedenen Ortsteilen und die Stadt- und Waldsäuberungsaktion in und um Zossen. An der letzten Aktion beteiligten sich auch Familien aus der Erstaufnahme Wünsdorf, mit der das Netzwerk in einem von der Integrationsbeauftragten des Landes Brandenburg finanziertem Kooperationsprojekt für vier Aktionen für Kinder zusammenarbeitet: Stadt- und Waldsäuberungsaktion, Verkehrsschulung, Sportfest, Besuch der Zossener Feuerwehr.

 

 

 

Frau Rischer liefert die ersten Masken, die die Näherinnen der Coronahilfe-Zossen, organisiert von Ute Reglin, angefertigt haben, an das Evangelische Seniorenzentrum Dietrich Bonhoeffer, Zossen

 

Ostergeschenke basteln hat vielen Kindern, Eltern und Großeltern quer durch Zossen viel Spaß gemacht

 

 

Und hier werden die Geschenke an die Pflegeheime übergeben

 

 

 

die sich sehr freuen und herzlich bedanken

 

 

 

zwei wunderschöne Osterkonzerte folgten am Ostersonntag und Ostermontag in Wünsdorf-Waldstadt und Schöneiche

 

 

 

 

Bunte Steinschlangen entstanden in mehreren Ortsteilen im Mai

 

 

 

Anfang Juni schließlich folgte die Stadt- und Waldsäuberungsaktion in Zossen Stadt und Dabendorf, Wünsdorf, Waldstadt, Waldesruh, Lindenbrück, Nunsdorf, Horstfelde, Nächst Neuendorf und Schünow teilnahmen.

 

Aufnahme von Müllhalden in Zossens Wäldern zur Vorbereitung der Aktion

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausschilderung der Müllhalden

 

 

Kinder und Erwachsene beim Säubern von Stadt und Wald

 

 

 

 

Ergebnisse aus Nächst Neuendorf, Waldstadt, Wünsdorf und Zossen Stadt

 

 

 

 

 

Am 16. 12. 2018, hat das Netzwerk mit einer Bastel- und Musizierveranstaltung für Familien aus Zossen und Umgebung im Hotel Weißer Schwan seine Aktivitäten für dieses Jahr beendet. Neben einheimischen Familien haben Kinder mit ihren Eltern aus Afghanistan, Iran, Syrien, Palästina/Deutschland und Mocambique unsere Einladung angenommen. Unter der fachgerechten Anleitung von Hindula Kirsten haben die Kinder gemalt, gebastel und dem Flötenspiel gelauscht. Die Erwachsenen haben sich mit Christiane Witt an Weihnachtsdekoration versucht. Wir bedanken uns bei beiden Damen, denn ohne sie wäre es keine so schöne Veranstaltung geworden, die allen, Kindern und Eltern gleichermaßen, sehr gut gefallen hat. Wir bedanken uns auch sehr bei Herrn Roland Eerens, der uns einen Raum für mehrere Stunden zur Verfügung gestellt hat.

 

Wie immer bemühen wir uns - wir, das sind Margit Weyer, Christiane Witt und Sonja Brentjes - beim Kraut- und Rübenmarkt und zusätzlichen Veranstaltungen dabei zu sein. Dieses Mal haben zwei afghanische Familien für unseren Stand gebacken und wir haben gekocht und gebacken. Neu dabei waren Andrea Källner und Anita Wahab.